Schotterwüsten in Neubaugebieten eindämmen

CDU-Ratsfraktion mit Prüf-Antrag im Umweltausschuss am 28. Mai 2019

Eine sinnvolle Vereinbarkeit zwischen Bauordnung und angewandtem Naturschutz will die CDU-Ratsfraktion mit einem Antrag zum Umweltausschuss am 28. Mai 2019 prüfen lassen. Der Hintergrund seien die besonders in Neubaugebieten immer öfter anzutreffenden Gärten, in denen Kies und Schotter die Gehölze, Stauden und Gräser ablösten. Von der ästhetischen Komponente einmal abgesehen, würde durch solche Gärten auch vielen Insekten eine wichtige Lebensgrundlage entzogen werden. Ebenso werde der Wasserhaushalt durch die unter den Steinen ausgerollten Plastikplanen massiv beeinträchtigt, so die CDU.

„Diese ökologisch nahezu toten Flächen sind sowohl für die Bodenlebewesen wie auch für die anderen tierischen Gartengäste sehr schädlich. Jeder Garten, und ist er auch noch so klein, sorgt mit einer insektenfreundlichen Bepflanzung dafür, dass die auch in unserer Stadt im Niedergang begriffenen Insekten wieder mehr Nahrung finden. Das Problem mit den Steinwüsten hört aber noch nicht auf. Denn wenn die Folie doch nach einiger Zeit Löcher oder Risse aufweist und eventuell kleine Pflanzen durch die Steine wachsen, dann kommen die Mittel - also die Gifte - aus dem Baumarkt zum Einsatz, für deren Verwendung die Landwirtschaft häufig an den Pranger gestellt wird“, so der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Dr. Hans-Georg Scherer.

Die CDU-Fraktion möchte daher die Verwaltung beauftragen, ein geeignetes Konzept zur weiteren Beratung vorzulegen, wie man diesem Problemfeld ohne tiefe Eingriffe in die Rechte der einzelnen Bauherren begegnen kann.

Zusatzinformationen
Nach oben