Lokhallen-Anbau für 36 Millionen Euro möglich

Oberbürgermeister und SPD arbeiten mit allen Tricks um seriöses Gutachten zum Lokhallen-Anbau zu verhindern - CDU schafft alleine das, was andere nicht anfassen wollen oder dürfen

Allen Verzögerungstaktiken der Verwaltungsspitze und SPD zum Trotz ist es der CDU gelungen, eine Machbarkeitsstudie inklusive Grobkalkulation zu einem Anbau an der Lokhalle vorzulegen. Eigentlich wäre es Aufgabe der Verwaltung gewesen, diese über die GWG einzuholen.

Die Verwaltungsspitze berief sich aber darauf, dass die Erstellung des Gutachtens zunächst europäisch ausgeschrieben werden müsse. Ein Irrglaube, wie eine Stellungnahme der hannoverschen Rechtsanwaltskanzlei bbt klarstellt. Dort heißt es, dass „sofern eine Machbarkeitsstudie vergeben wird, deren Auftragswert den EU-Schwellenwert in Höhe von netto 221 .000,00 nicht überschreitet, im vorliegenden Fall eine Auftragsvergabe ohne Durchführung eines europaweiten Vergabeverfahrens in Betracht kommt.“ Im Falle des Gutachtens für einen Anbau an der Lokhalle beträgt die Summe nur rund 10.000 €.

„Die Zahlen, die die Verwaltung ursprünglich zum Anbau an die Lokhalle vorgelegt hat, sind schlicht unseriös. Diese sind eine reine Kostenschätzung und keine ernsthafte Kalkulation durch ein renommiertes Architektenbüro. Diese liegt nun vor“, erklärt Olaf Feuerstein, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Die Baukosten von rund 36 Millionen Euro, in denen bereits 1,7 Millionen Euro an Sicherheiten und für Unvorhersehbares eingerechnet sind, stellen laut CDU-Fraktion eine echte Alternative zur Sanierung der alten Stadthalle am Albaniplatz dar. Besonders, weil man sich aus dem beengten und nicht mehr zeitgemäßen Raumkonzept der jetzigen Stadthalle loslöse.

„Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Wir haben jetzt eine echte Alternative, bei der die Kosten für eine mögliche Umfeldgestaltung des Albaniplatzes und die Kosten für eine zu bauende Tiefgarage entfallen. Zudem bietet der Entwurf ein deutlich verbessertes Raumangebot sowie eine bessere Akustik. Auch das Göttinger Symphonie Orchester findet dort eine neue Heimat“, so Feuerstein.

Mit dem Anbau an der Lokhalle würden sich für den Albaniplatz städtebaulich ganz neue Perspektiven eröffnen, so die CDU. Bei einer möglichen Wohnbebauung des jetzigen Stadthallen-Areals könnten dem Investor auch Auflagen bei der Umgestaltung des Albaniplatzes gemacht werden. 

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