Wiederaufnahme der Lokhallen-Erweiterung

CDU stellt Antrag auf Prüfung des Erweiterungsbaus mit Konzerthalle an der Lokhalle

 

Die CDU-Ratsfraktion Göttingen fordert gemeinsam mit den Grünen und der FDP in einem Antrag zur gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Bauen und Kultur am 25. April die Prüfung der Wiederaufnahme der Lokhallen-Erweiterung. In der Planung aus dem Jahr 2012 wurde ein Erweiterungsbau mit Konzerthalle, Foyer und Untergeschoss sowie allen nötigen technischen und akustischen Voraussetzungen für insgesamt 18 Millionen Euro brutto geplant. Diese alte Planung soll wenn es nach der CDU geht wieder aufgenommen und auf die nötigen Bedürfnisse, wie einer großen Konzertbühne oder einer Besucherkapazität von 1.400 bestuhlten Plätzen, ausgebaut werden. Die GWG soll laut Antrag der Union ab sofort die federführende Kraft bei der Neuplanung werden und die Verwaltung in dieser Frage ablösen.    

„Die GWG ist nicht nur Betreiberin der Stadthalle und der Lokhalle. Sie hat sich besonders bei Bauprojekten als verlässlicher Partner und Generalplaner bewiesen. Dass SSP, der jetzige Sanierer der Stadthalle, nicht für so ein großes Projekt in Frage kommt sieht man aktuell an der Stadthalle Karlsruhe“, so der Fraktionsvorsitzende Olaf Feuerstein.

In Karlsruhe wurde im April 2016 die Sanierung der dortigen Stadthalle mit einem Volumen von 34 Millionen Euro begonnen. Die ursprüngliche Eröffnung in 2019 soll nun Ende 2021 stattfinden. Die Kosten sind auf fast 80 Millionen Euro gestiegen. Das zuständige Planungsbüro SSP kann aktuell nicht bestätigen, ob der Zeit- oder Budgetplan eingehalten werden können.

„Wenn uns so etwas nicht auch in Göttingen passieren soll, müssen wir der GWG schnell grünes Licht zur weiteren Planung geben. Wir müssen uns zügig mit allen Alternativen befassen. Nur so können wir am Ende auf einer vernünftigen Grundlage entscheiden. Viele Experten haben uns bestätigt, dass der Anbau an der Lokhalle zeitnah und kostengünstig zu realisieren ist“, so Feuerstein abschließend.


Der Antrag im Wortlaut:
Die Ausschüsse mögen dem Rat der Stadt Göttingen zum Beschluss vorlegen:
Die Verwaltung wird beauftragt bis Ende der ersten Maiwoche durch die Gesellschaft für Wirtschaftsför-derung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) einen Erweiterungsbau mit Konzerthalle an der Lokhalle als Folgeauftrag der Planung aus 2012 prüfen zu lassen. Die GWG soll zunächst mit dem Büro „Ander-halten Architekten“ aus Berlin erneut Kontakt aufnehmen und prüfen, inwieweit die 2012 fertiggestellten Planungen zum Erweiterungsbau mit Konzerthalle und Foyer inklusive Untergeschoss wiederaufge-nommen werden können. Insbesondere soll geprüft werden, ob die damaligen Planungen mit einer Ka-pazität von 1.100 Plätzen auf 1.400 Plätze erweitert werden können und ob die Mindestanforderungen an eine Konzertbühne (16m breit, 12m tief und 9m lichte Höhe) und die erforderlichen circa 15 Hänge-punkte mit Punkthängelasten von bis zu einer Tonne sowie einer Bühnennebenfläche von mindestens 130 Quadratmetern im Anbau erfüllt werden. Die GWG soll zudem die damals für den Anbau veran-schlagten knapp 18 Millionen Euro (brutto) auf heutige Baukosten inklusive der gewünschten baulichen Veränderungen (Kapazität und Bühne) sowie einen zeitlichen Ablauf für die Planungs- und Bauphase kalkulieren lassen. Zudem soll ein Bericht zur Bodenkontaminierung des Baugrunds westlich der Lokhal-le erstellt werden.
 
Begründung:
Der Siegerentwurf des Büros „Anderhalten Architekten“ zur Erweiterung der Lokhalle aus dem Jahr 2012 ließe sich mit einem Folgeauftrag zur bisherigen Planung zu einer vollwertigen Konzerthalle an der Lok-halle ausbauen. Dies wäre sowohl finanziell als auch planerisch (man müsste für die Erteilung eines Folgeauftrages das Projekt nicht europaweit ausschreiben) gut und vor allem zeitnah zu realisieren, da hier schon erhebliche Vorleistungen erbracht worden sind. Die GWG hat sich zudem bei Bauprojekten als verlässlicher Partner und Generalplaner in Fragen der Planungs- und Bauzeit sowie der verlässli-chen Kalkulation von Baukosten bewiesen. Sie sollte nicht zuletzt auch als künftiger Betreiber die weite-re Planung federführend übernehmen.

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