Kostenexplosion bei der Stadthallenrenovierung

CDU‐Ratsfraktion fordert Renovierungsstopp und Neukonzeption

Knapp 30 Millionen Euro statt rund 20 Millionen für die Renovierung der Stadthalle – das war die Kernaussage von Oberbürgermeister Rolf‐Georg Köhler (SPD) in einer Information an die Ratsfraktionen. Die Kosten für die Tiefgarage und die Neugestaltung des Albaniplatzes sind darin ausdrücklich nicht enthalten. Die CDU‐Ratsfraktion sieht sich in ihren Prognosen von 2017 bestätigt und fordert jetzt einen sofortigen Stopp der Arbeiten. Weiter wird sie in den Haushaltsberatungen fordern, Mittel für ein neues Hallenkonzept und eine darauf fußende konkrete Neubauplanung mit konkreter Kostenermittlung bereit zu stellen.

„Auch in der neuen Kostenberechnung geht es nur um die nackte Halle – ohne Bestuhlung, Technik, etc. Am Ende werden in der Gesamtrechnung die Kosten also noch deutlich höher liegen, als ich sie mit 30 Millionen bereits Ende 2017 geschätzt hatte“, erklärt Hans Otto Arnold, bau‐ und planungspolitischer Sprecher der CDU‐Ratsfraktion. „Wir werden versuchen, in den abschließenden Haushaltsberatungen Mittel für eine Neukonzeption und konkrete Neuplanung einzustellen.“

 

Ein Renovierungsstopp und ein Neubau werfen Fragen auf: Wer soll das bezahlen? Dazu erklärt CDU‐Ratsfrau Carina Hermann, Mitglied im Finanzausschuss: „Auch wenn wir 33 Mio. Euro in die Renovierung des Stadthalle stecken, werden wir im konstruktiven Kern immer noch die alte Halle haben mit einem Raumkonzept, das heute so niemand mehr planen würde – und das mit einer eingeschränkten Nutzungsdauer von vielleicht dreißig Jahren. Bei einem Neubau rechnen wir mit einer Nutzungsdauer von 50 Jahren, also sind auch höhere Kosten zu rechtfertigen. Klar ist, dass das jetzt vorgestellte Finanzierungskonzept des Oberbürgermeisters die Puffermöglichkeiten im investiven Bereich für die nächsten zwei Jahre bereits bis an den Rand ausnutzt.“

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