Die CDU-Ratsfraktion Göttingen zeigt sich überrascht vom Verlauf des letzten Schulausschusses am 22. Januar 2019 und kritisiert die geplante unverständliche Priorisierung von Bauprojekten im Schulbereich. Besonders, dass die vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Tom Wedrins geleitete Geschwister-Scholl-Gesamtschule in der Investitionsplanung aus den Jahren 2026-2028 (Stand 16. Januar) laut Schuldezernent Lieske vorgezogen werden soll, stößt auf Unverständnis. 

„Herr Wedrins nutzt ganz klar seine Position als Schulleiter und Schulausschussmitglied aus und die Verwaltung macht bei diesem Spiel mit. Wir haben viele andere Schulen, die es deutlich nötiger haben“, so der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Dr. Thomas Häntsch. Zum Beispiel die Probleme des Hainberggymnasiums und besonders die der Grundschulen in Herberhausen und Elliehausen sieht die CDU als vernachlässigt.

In Herberhausen drängt die Zeit vor allem durch den nahenden Einstieg in die Ganztagsbetreuung. Die Grundschule Elliehausen befindet sich schon seit dem Schuljahr 2015/2016 im Ganztagsbetrieb. Bereits beim damaligen Umbau wurde der festgestellte Raumbedarf nicht berücksichtigt. Aktuell fehlen dort zwei Klassen- und zwei Gruppenräume, sowie drei weitere für das Betreuungsangebot. Es muss jetzt bereits der Musikraum als Klassenzimmer genutzt werden. Zudem stehen zwei Klassen aufgrund Ihrer Größe kurz vor der Teilung, was die Raumnot noch weiter verschärfen wird. Das alles sind jetzt schon für Grundschulkinder unzumutbare Zustände.

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule soll laut Schuldezernent Lieske dennoch vor alle diese drängenden Projekte gezogen. „Nach Ansicht der CDU ist das jetzige Vorgehen einfach nur ungerecht gegenüber vielen anderen Schulen. Hier stellen sich Seilschaften ganz klar über die Expertise der Fachleute, die den Schul-Investitionsplan ausgearbeitet haben“, so Häntsch abschließend.

Nach oben