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09.02.2018, 11:56 Uhr
Sozialpädagogische Betreuung an allen Schulformen ausbauen
CDU-Ratsfraktion fordert Oberbürgermeister auf aktiv zu werden
Nach Auffassung der CDU-Fraktion stellt die sozialpädagogische Betreuung in jeder Schulform eine sinnvolle Ergänzung des Betreuungsangebotes dar. Deshalb ist es für die Göttinger Christdemokraten von besonderer Bedeutung die Umsetzung eines bereits im November 2015 vom Rat einstimmig beschlossenen Antrages einzufordern. Dieser Antrag sah vor die damalige Landesregierung aufzufordern, in einem neu aufzulegenden Programm, zur sozialpolitischen Stärkung der allgemeinbildenden Schulen, allen Schulformen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen zuzuweisen. Die Landesregierung hatte daraufhin reagiert und den Schulen die Einstellung dieser Kräfte in Aussicht gestellt. Allerdings blieben die Gymnasien außen vor, für diese Schulform waren keine Stellen vorgesehen.
Gerade vor dem Hintergrund einer in allen Schulformen gegebenen Heterogenität der Schülerschaft mit vielfältigen Problemlagen - es nehmen inzwischen 65% der Göttinger Kinder ein gymnasiales Angebot wahr -  ist es zwingend erforderlich, auch den hiesigen Gymnasien eine entsprechende personelle Ausstattung zu geben. Da es bislang keine Zuweisung von Sozialpädagogen an die Göttinger Gymnasien gab, nahm die CDU-Fraktion diesen Sachverhalt wieder auf und stellt nun einen Antrag diesen Umstand zu beenden. Dieser an Rat der Stadt gerichteten Antrag fordert den Oberbürgermeister auf, bei der Landesregierung für die Bereitstellung von sozialpädagogischem Personal an Gymnasien vorstellig zu werden, und so die Umsetzung der Koalitionsvereinbarung einzufordern.

 

„Die Landesregierung muss den Bedürfnissen der Bildungslandschaft der Städte gerecht werden. Wir halten es deshalb für geboten in der Frage der sozialpädagogischen Betreuung an allen Göttinger Schulen, also auch die Gymnasien, die gleiche personelle Ausstattung zu erreichen,“ unterstreicht Dr. Thomas Häntsch, schulpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, die Bedeutung des gestellten Antrags für den Schulstandort Göttingen.

 

Abseits der Verbesserung der personellen Ausstattung an den Göttinger Gymnasien ist es für die CDU-Fraktion von besonderer Bedeutung, dass die Verwaltung auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert. Der ständige Zuzug von Personen mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen findet auch in den Klassenräumen der Gymnasien seinen Widerhall. Allein deshalb ist es notwendig, dass die Verwaltungsspitze diese Herausforderungen in der Schullandschaft abbildet und sozialpädagogisches Personal von der Landesregierung hierfür einfordert.

 

Dr. Häntsch sieht vornehmlich den Oberbürgermeister der Stadt Göttingen in der Pflicht. „Dass die Gymnasien bislang von einem solchen Programm ausgeschlossen sind, halte ich für nicht nachvollziehbar. Auch an den Gymnasien ist der Bedarf vorhanden. Die Sozialpädagogen sollen darüber hinaus die Lehrkräfte unterstützen, indem sie bei Bedarf die sozialen Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen verbessern und bei Konflikten die Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern fördern. Allein die zunehmend heterogene Zusammensetzung der Gymnasien macht es aus unserer Sicht unumgänglich hier zu handeln. Deshalb bittet die CDU den Oberbürgermeister, die in den Koalitionsvereinbarungen festgeschriebenen Zusagen, in Zukunft Sozialpädagogen für alle Schulformen vorzusehen, von der Landesregierung nunmehr einzufordern.”

 

 

 

 

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Antrag der CDU Fraktion

zur Ratssitzung

am 16.Februar 2018

 

„Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen für alle Göttinger Schulen“

 

Der Rat möge beschließen:

 

Die Landesregierung wird aufgefordert, zur sozialpädagogischen Stärkung der allgemeinbildenden Schulen an allen Schulformen - auch an den Gymnasien - Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen als Landesbedienstete einzustellen.

 

Der Rat bittet den Oberbürgermeister, diesbezüglich tätig zu werden.

 

Begründung:

 

Im November 2015 hatte der Rat einstimmig in einem von allen Fraktionen getragenen Antrag die Landesregierung aufgefordert, in einem neu aufzulegenden Programm zur sozialpolitischen Stärkung der allgemeinbildenden Schulen allen Schulformen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen zuzuweisen.

Die Landesregierung hatte reagiert und den Schulen die Einstellung dieser Kräfte in Aussicht gestellt. Allerdings blieben die Gymnasien außen vor, für diese Schulform waren keine Stellen vorgesehen.

Gerade vor dem Hintergrund einer in allen Schulformen gegebenen Heterogenität der Schülerschaft mit vielfältigen Problemlagen - es nehmen inzwischen 65% der Göttinger Kinder ein gymnasiales Angebot wahr -  ist es zwingend erforderlich, auch den hiesigen Gymnasien eine entsprechende personelle Ausstattung zu geben.

Die Koalitionsvereinbarung der neuen Landesregierung hat hierfür auch die Voraussetzungen geschaffen. So heißt es im Abschnitt „Bildung“, Nr.7:

„SPD und CDU wollen an ALLEN Schulen die schulische Sozialarbeit in Landesverantwortung ausbauen. Wir wollen ein Stufenprogramm mit jährlich 150 zusätzlichen Stellen zum Ausbau der schulischen Sozialarbeit an ALLEN Schulformen schaffen.“

Die Göttinger Bildungslandschaft zeitigt mit einer geringen Abbrecherquote und hohen Abiturientenzahlen bemerkenswerte Erfolge.

Damit dieser pädagogische Kraftakt weiterhin durchgehalten werden kann, ist eine entsprechende Unterstützung unabdingbar, an allen Schulen, aber eben auch an den Gymnasien.

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i.A. Sascha Pröhl

CDU-Ratsfraktion

Neues Rathaus - D-37083 Göttingen - Tel. 0551-400-22 15 /-20 76 mobil 0176-80 10 90 54 cdu-fraktion@goettingen.de

 

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