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17.01.2018, 16:19 Uhr
Endlich weniger Verkehrslärm am Holtenser Berg
CDU-Ratsfraktion erfreut über zäh errungenes Maßnahmenbündel
Göttingen. Fünf Jahre hat es gedauert, bis endlich auch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim ein Einsehen gezeigt hat. Nun werden auf dem Zubringer zur Autobahnauffahrt Göttingen Nord im Bereich des Holtenser Berges endlich die Schilder für Tempo 80 aufgestellt. Für den Schwerlastverkehr gilt hier bisher bereits seit Jahren Tempo 60, woran sich allerdings die wenigsten Lkw-Fahrer gehalten haben. Auch dies wird sich ganz wesentlich ändern, wenn hier künftig regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Die CDU-Ratsfraktion freut sich über diesen Erfolg, um den sie jahrelang mit diversen Anträgen gerungen hat.
Über Jahre hatte sich das Amt in Bad Gandersheim geweigert, auf dem Autobahnzubringer im Bereich des lärmgeplagten Holtenser Berges Tempo-60-Schilder für den Lkw-Verkehr aufzustellen. Es wurde argumentiert, die Rechtslage sei klar und jeder Brummifahrer müsse sowieso wissen, dass auf dieser außerörtlichen Straße trotz der Vierspurigkeit nur Tempo 60 erlaubt sei – und durch weitere Schilder würde nur vollkommen unnötig der deutsche Schilderwald vergrößert. Eigene Messungen der CDU-Ratsfraktion und der Jungen Union haben dann das Gegenteil bewiesen: Nur rund ein Drittel der Lkws bewegte sich im Bereich bis 70 km/h, alle anderen darüber und einige sogar deutlich über 90 km/h. Daraufhin wurden von der Stadt offizielle Messungen vorgenommen, die zu vergleichbaren Ergebnissen führten. Schließlich wurde, wie in mehreren Anträgen der CDU-Ratsfraktion verlangt, das Lärmszenario nochmals nachgerechnet. Und nun sollen endlich folgende Maßnahmen umgesetzt werden: Das Tempolimit für Pkw wird von Tempo 100 auf 80 km/h abgesenkt, dessen Einhaltung soll ab Sommer diesen Jahres durch regelmäßige Radarkontrollen auch im Schwerlastverkehr in beiden Fahrtrichtungen kontrolliert werden. Darüber hinaus wird das Land aufgefordert, den bestehende Asphalt gegen einen offenporigen, lärmarmen Belag auszutauschen, um eine weitere Lärmreduzierung zu erreichen. „Bauliche Maßnahmen zum Schutz der Anwohner am Holtenser Berg sind fast unmöglich, wenn man nicht manchem die Südfenster zumauern möchte“, erklärt Karin Schultz, CDU-Ratsfrau aus Holtensen. „Aber wenn man nun sieht, wie lange es gedauert hat, bis die einzig wirksamen Maßnahmen durchgesetzt worden sind, da kann man schon nachvollziehen, dass viele Bürger in solch jahrelangen Auseinandersetzungen das Vertrauen in Politik und Verwaltung verlieren. Trotzdem freuen wir uns, dass das jahrelange Bohren nun zu einem Erfolg geführt hat.“

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