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23.04.2018, 10:32 Uhr
CDU-Fraktion kritisiert unbedarftes Vorgehen der Verwaltung
Kostensteigerungen bestätigen Haltung der CDU-Fraktion zum KuQua
Die Pressemitteilung der Stadtverwaltung zu den Kostensteigerungen der Kunst Quartier (KuQua) Baustelle, ist für die CDU-Fraktion ein Eingeständnis ihrer Fehleinschätzung in Sachen Bauleitplanung, Kostencontrolling und Öffentlichkeitsarbeit. Die Äußerungen des Stadtbaurates Thomas Dienberg, der laut Pressemitteilung der Verwaltung bereits bei anderen Projekten feststellen musste, dass unter anderem die sehr gute Auftragslage des Baugewerbes zu weniger Angeboten und zu deutlich höheren Preisen führe, irritieren die CDU-Fraktion zutiefst. Es stellt sich die Frage, wie seriös und ernsthaft große Projekte durch die Verwaltung in Göttingen geplant und umgesetzt werden können.
 Die Pressemitteilung der Stadtverwaltung zu den Kostensteigerungen der Kunst Quartier (KuQua) Baustelle, ist für die CDU-Fraktion ein Eingeständnis ihrer Fehleinschätzung in Sachen Bauleitplanung, Kostencontrolling und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Äußerungen des Stadtbaurates Thomas Dienberg, der laut Pressemitteilung der Verwaltung bereits bei anderen Projekten feststellen musste, dass unter anderem die sehr gute Auftragslage des Baugewerbes zu weniger Angeboten und zu deutlich höheren Preisen führe, irritieren die CDU-Fraktion zutiefst. Es stellt sich die Frage, wie seriös und ernsthaft große Projekte durch die Verwaltung in Göttingen geplant und umgesetzt werden können.

Hans Otto Arnold (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, wies darauf hin, dass „bereits seit Planungsbeginn dieser netten Idee absehbar war, dass die Kosten knapp kalkuliert waren und sehr wahrscheinlich zu massiven Einschnitten für andere Kultureinrichtungen führen werden, um finanzielle Defizite im Haushalt auffangen zu können. Dieser Fall könnte jetzt eintreten.“

Dienberg räumte letztlich im öffentlichen Teil der Sitzung des Bauausschusses ein, dass die vorgesehenen Mittel für die archäologische Untersuchung "ausgeschöpft" gewesen seien und diese deshalb nicht weitergeführt würde. Dass andere Bauherren, deren Baustellen monatelang wegen archäologischer Untersuchungen blockiert werden, ein derartiges Verhalten der Verwaltung bei städtischen Bauvorhaben für absolut nicht nachvollziehbar halten, trifft auf volle Zustimmung der CDU-Fraktion.

Nach Meinung der Mitglieder der CDU-Fraktion im Bauausschuss ergeben sich aus den Ausführungen Dienbergs weitere Probleme. Diese liegen unter anderem in der Möglichkeit, dass weitere historische und für die Stadtgeschichte bedeutende Funde an der Stelle des Baugrundes zu Tage gefördert und die Baukosten für dieses Projekt zusätzlich durch weitere Offensichtlichkeiten am Baugrund und Baukörper weiter steigen würden.

Olaf Feuerstein, Mitglied der CDU-Fraktion im Bauausschuss, zeigt sich über die abgespeckten Pläne der Verwaltung zum KuQua entrüstet: „Um die Mehrkosten wenigstens im Bereich von - nur - einer Million zu halten, soll das Gebäude fast nur im Rohbau für fertig erklärt werden: nackte Betonböden, nur teilweise kaschierte Betondecken mit darunter hängenden Installationen, dazu ein riesiges graues Zinkblechdach. Wir waren von Anfang an kritisch gegenüber der Finanzierung und Umsetzung des Projektes. Der Vortrag im Bauausschuss zu dem Thema bestätigt uns in unserer Haltung.“

Bislang ungeklärt ist in der Frage, ob in der vorgelegten Kostensteigerung, von geplanten fünf Millionen auf sechs, bereits die Übernahme des Nachbarhauses durch die Stadt mit rund 180.000 Euro eingerechnet wurde.  

Die CDU-Ratsfraktion sieht sich durch die jetzt eingeräumten Kostensteigerungen in der Ablehnung dieses, von Anfang an kritisierten Projektes, bestätigt und wird die voraussichtlichen Mehrausgaben und damit die Fortführung des Prestigebaus konsequent ablehnen.

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