An Wochenenden mit dem E-Bus zum Kehr

CDU will mit Antrag im Umweltausschuss Voraussetzungen für Shuttle-Verkehr zum Kehr schaffen

Der Kehr soll an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen werden – Dafür schlägt die CDU-Ratsfraktion eine unkomplizierte und schnelle Lösung vor. Mit dem Bau der großen Elektro-Ladestation der GöVB an der Grete-Henry-Straße soll gleichzeitig eine Ladesäule für kleinere E-Busse installiert werden, über die am Wochenende ein Busbetrieb aus der Stadt auf den Kehr ermöglicht werden soll. Der dafür benötigte Klein-E-Bus ist bereits im Besitz der Göttinger Verkehrsbetriebe und wird aktuell unter der Woche für die Verbindung von Dransfeld nach Göttingen und innerhalb des Göttinger Westens genutzt. Am Wochenende sei der Bus nicht in Betrieb und könne so von der GöVB für die Fahrten zum Kehr eingesetzt werden.

„Eine Verbindung zum Kehr mit dem ÖPNV ist uns ein großes Anliegen. Allerdings ist das Befahren der Straße mit normalen Stadtbussen aufgrund des schlechten Zustandes der Straße aktuell nicht möglich“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katharina Schüle-Rennschuh. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, mit einfachen Mitteln eine Übergangslösung zu schaffen.“

Der sich in Besitz der GöVB befindliche E-Bus wird aktuell durch den Verein Bürgerbus Dransfeld-Göttingen e.V. betrieben. Die ehrenamtlichen Fahrer bieten unter der Woche in diesem Gebiet verschiedene Strecken an. Am Wochenende ist er nicht in Benutzung und stünde somit zur Verfügung.  Ob der Betrieb mit Fahrern der GöVB oder durch einen neu zu gründenden Bürgerbus-Verein organisiert werde, müsse in den kommenden Beratungen diskutiert werden. Auch müsste sich auf eine Linienführung geeignet werden, die die Ladezeiten des Busses berücksichtige.

„Wir sehen es als Aufgabe der GöVB an, alle wichtigen Orte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens in Göttingen mit dem ÖPNV erreichbar zu machen. Dazu gehört auch der Kehr. Wir sehen aber natürlich auch die Problematik der fehlenden Fahrer und wollen vor diesem Hintergrund die Betreiberfrage erst in der kommenden Diskussion aufgreifen. Insgesamt legen wir einen pragmatischen Vorschlag zur verbesserten Mobilität vor und sind gespannt auf die Beratungen im Ausschuss“, so Schüle-Rennschuh.

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