Klarheit für das Städtische Museum am Ritterplan

CDU-Ratsfraktion macht konkrete Vorschläge für eine zügige Interimslösung

Unzumutbar für Besucher wie Mitarbeiter – und das auf unabsehbare Zeit – ist die Raumsituation im Städtischen Museum am Ritterplan. Die Ausstellungsfläche wird sich noch weiter verringern, wenn am und im Hauptgebäude, dem „Hardenberger Hof“, Sanierungsarbeiten ausgeführt werden müssen. Dem setzt die CDU-Ratsfraktion nun ein Interimskonzept entgegen, mit dem bereits Ende 2020 dem Museum mehrere hundert Quadratmeter in der bisher nur roh restaurierten Remise zur Verfügung gestellt werden können. Bisher blockierte Fördermittel in Millionenhöhe können dafür verwendet werden. Dazu bringt die CDU-Ratsfraktion zwei Anträge im Kultur- und im Bauausschuss ein.

„Im Jahr 2016 hat der Rat einstimmig ein umfassendes Museumskonzept beschlossen. 2018 wurde der Standort am Ritterplan mehrheitlich von den Ratsmitgliedern bestätigt. Wir müssen unter der Ausnutzung aller bestehenden Fördermöglichkeiten den angestammten Sitz unseres Stadtgedächtnisses retten. Dafür liegen bereits mehr als 1,5 Millionen Euro Fördermittel auf Halde, die aber bis zur Klärung der nun von uns aufgelisteten Fragen nicht verwendet werden dürfen“, erklärt Hans Otto Arnold für die CDU-Ratsfraktion.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass in einer historisch so wertvollen Stadt wie Göttingen die eigene Geschichte nur wenig Wertschätzung erfährt. Die Kosten für eine weitere Sanierung sind zwar hoch, dies ist aber vor allem jahrelanger Untätigkeit geschuldet. Trotzdem werden wir weiter für den Erhalt und für die Zukunft des Museums am Ritterplan kämpfen. Die bewegende Geschichte der Stadt Göttingen muss den jetzigen und nachfolgenden Generationen schnellstmöglich wieder zugänglich gemacht und zehntausende Exponate, darunter wertvolle Dauerleihgaben jüdischer Familien, ausgestellt werden.“, kritisiert Wibke Güntzler, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion.

Wenn durch dringende Sanierungsarbeiten noch weitere Ausstellungsflächen im Hardenberger Hof wegfielen, dann würde nur noch eine Art „Heimatstube“ übrigbleiben, die dem umfassenden Anspruch des traditionsreichen städtischen Museums in keiner Weise mehr entsprechen würde, so die CDU. Ein geregelter Museumsbetrieb wäre über mehrere Jahre nicht mehr möglich. Daher müsse jetzt Klarheit geschaffen werden und eine zügige Lösung für das Museum gefunden werden. „Unsere konkreten Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch. Jetzt wird sich zeigen, wem wirklich etwas am Museum liegt“, so Arnold.

Zusatzinformationen
Nach oben