Pläne für neuen Innenstadtverkehr inakzeptabel

Wegfall von Parkflächen führt zu Existenzbedrohung inhabergeführte Innenstadt-Geschäfte

Gegen eine Umgestaltung des Auto-Verkehrs in der östlichen Innenstadt spricht sich die CDU-Ratsfraktion Göttingen aus. Den Prüfungs-Erkenntnissen der Göttinger Stadtverwaltung zu Folge, müssten fast 80 Stellplätze umgewidmet und so für die Öffentlichkeit unzugänglich gemacht werden. Betroffen sind unter anderem die Friedrich-, Burg-, und Theaterstraße. Hintergrund ist die von SPD und Grünen mehrheitlich unterstütze Sanierung der Stadthalle und die damit einhergehende Umgestaltung des Albaniplatzes.

„Hier würden autofreie Utopien auf dem Rücken der inhabergeführten Innenstadt-Geschäfte ausgetragen. Wenn wir wirklich wollen, dass wir auch in Zukunft noch unsere alltäglichen Einkäufe in Göttingens Innenstadt machen können und nicht nur noch im Internet bestellen müssen, dann müssen wir endlich diesen Wahnsinn beenden“, so der Fraktionsvorsitzende Olaf Feuerstein.

Die CDU unterstützt damit die bereits vom Innenstadtverband „Pro City“ hervorgebrachte Kritik und verweist auf die bereits zu Beginn des Jahres geführte Debatte zu einer Tiefgarage unter dem Albaniplatz. Die Suche nach Investoren dafür könne sich laut aktueller Verwaltungsvorlage als „schwierig“ gestalten. Die Alternativen dazu „wären die Bezuschussung des Projektes oder der Verzicht auf eine Tiefgarage“.

„Wir haben in den Haushaltsberatungen Anfang diesen Jahres Geld für einen Baukostenzuschuss für eine Tiefgarage einstellen wollen. Unser Antrag wurde von SPD und Grünen abgelehnt. Auch die Verwaltung ist laut Ihrer Prüfung mittlerweile unserer Meinung, dass es bei einem privaten Investor ohne städtische Zuschüsse nur auf den Verzicht einer Tiefgarage hinausläuft. Ein Hoffen auf Ersatz der wegfallenden Parkplätze ist also vergebens“, so Feuerstein.

 

Die CDU wolle sich im Bauausschuss für eine lebedinge Innenstadt einsetzen. Für die Geschäfte gehört dazu realistisch gesehen auch Autoverkehr dazu. „Nicht jeder kann mit dem Lastenfahrrad einkaufen fahren“, so Feuerstein.

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