Spuk um weitere Rückbauten von Busbuchten endlich beenden

CDU-Ratsfraktion will mit Versuch stets wiederkehrende Vorstöße von Grünen und Verwaltung zum Rückbau von Busbuchten an Hauptstraßen endgültig zu beenden

Mit Unverständnis haben viele Göttinger Bürger auf den Beschluss des Bauausschusses reagiert, in Geismar mit einem mehrwöchigen Verkehrsversuch zu untersuchen, wie sich der Rückbau von mehreren Busbuchten an Haltestellen stadtaus- wie stadteinwärts auf den gesamten Verkehrsfluss auswirken würde. Hierzu stellt die CDU-Ratsfraktion klar, dass sie sich prinzipiell und stetig gegen den Rückbau von Busbuchten an den Hauptverkehrsadern ausgesprochen hat, dass aber regelmäßig bei neuen Baumaßnahmen von den Grünen und auch wesentlichen Teilen der Stadtverwaltung solche Rückbauten gefordert wurden und werden. Die CDU hofft nun, dass mit den Ergebnissen des Versuches solche Rückbauwünsche auch für andere Ausfallstraßen endgültig ad acta gelegt werden können.

„Ursprünglich ging es darum, die nun in der Diskussion stehenden Bushaltestellen barrierefrei umzugestalten. Diesen Vorschlag hat die Politik vollends unterstützt. Als es dann aber darum ging, im gleichen Zug die Busbuchten zurückzubauen, gab es Protest“, erklärt Hans Otto Arnold (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses und auch Mitglied im Aufsichtsrat der Göttinger Verkehrsbetriebe. „Es war nun überwiegender Konsens im Bauausschuss, endlich zu überprüfen, wie sich solche Rückbauten an mehreren Haltestellen in Folge auf den gesamten Verkehrsfluss auswirken, nicht zuletzt auch auf die Rettungsdienste und die Berufsfeuerwehr. Wir als CDU haben das übrigens für die Zeit außerhalb der Ferien gefordert, wenn noch mehr Verkehr als jetzt da ist.“

Mit rund 1.000 Fahrzeugen und 7 Bussen pro Spitzenstunde und Fahrtrichtung liegen die Belastungen auf dem Straßenzug Geismar Landstraße/Hauptstraße so hoch, dass sowohl die „Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Nahverkehrs (EAÖ 2013)“ wie auch die „Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06)“ zur Beibehaltung der Busbuchten raten. Leider sind nach Auffassung der CDU-Ratsfraktion in der Vergangenheit solche bundesweiten Regelungen und Empfehlungen in Göttingen bewusst und regelmäßig ignoriert worden.


Die Verwaltung hatte zunächst nur eine Probephase für jeweils eine Haltestelle stadtein- und stadtauswärts vorgesehen. Diesen Vorschlag hat der Ausschuss abgelehnt, weil sich daraus kein Bild der gesamten Auswirkungen ergeben kann.

Arnold: „Ich habe die große Hoffnung, dass sich nach der Auswertung der Probephase ein derart klares Bild ergibt, dass wir nicht jedes Mal wieder bei künftigen Baumaßnahmen an anderen Hauptverkehrsachsen dieselben Debatten führen müssen. Man kann nur an alle Kraftfahrer appellieren, sich im Normalverkehr an die Straßenverkehrsordnung zu halten und die Busse ohne Verzug aus den Haltebuchten herausfahren zu lassen. Der Rückbau der Busbuchten schien für uns kein angebrachtes Mittel, um einen harmonischen Verkehrsfluss zu gewährleisten.“

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