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30.08.2018, 10:39 Uhr
CDU-Fraktion beschäftigt sich mit der Zukunft der Pflege in Göttingen
Ratsfraktion informiert sich in Expertenrunde über den Göttinger Pflege Ist-Zustand
Die CDU-Ratsfraktion hat zu einem Gespräch mit Pflegeexperten aus Göttingen eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, zu erfahren, wie die jetzige Situation im Göttinger Pflegesektor ist und welche kommunalen Stellschrauben vorhanden sind, damit Göttingen dem stetigen Anstieg an Pflegebedürftigen rechtzeitig gerecht werden kann. Prominente Unterstützung erhielt die Ratsfraktion dabei vom sozialpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Volker Meyer.
Göttingen - Die CDU-Ratsfraktion hat zu einem Gespräch mit Pflegeexperten aus Göttingen eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, zu erfahren, wie die jetzige Situation im Göttinger Pflegesektor ist und welche kommunalen Stellschrauben vorhanden sind, damit Göttingen dem stetigen Anstieg an Pflegebedürftigen rechtzeitig gerecht werden kann. Prominente Unterstützung erhielt die Ratsfraktion dabei vom sozialpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Volker Meyer. "Der Austausch zwischen kommunaler Politik, Entscheidungsträgern und Beschäftigten im Bereich der Pflege ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verbesserung der Pflegeversorgung in Göttingen. In Zeiten des demographischen wie gesellschaftlichen Wandels und einer daraus resultierenden zunehmenden Pflegebedürftigkeit in der Bevölkerung gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Uns als CDU-Ratsfraktion ist es deshalb wichtig, gewesen die Situation für Göttingen zu beschreiben und Ideen für eine Verbesserung der Situation im Kleinen zu entwickeln",so die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Karin Schultz. Die CDU-Ratsfrau sieht das Thema Pflege nicht nur beim Bund oder Land angesiedelt. Dass sich immer weniger Menschen für den Pflegeberuf interessieren, so waren sich die Teilnehmer des Abends einig, liegt nicht nur alleine am schlechten Image der Pflegeberufe. Vielmehr sei der Mangel auch ein Problem bezahlbaren und nahe am Arbeitsplatz gelegenen Wohnraums. Einem Lösungsansatz – wie oft gehofft wird – im Rahmen der anhaltenden Migrationsbewegungen aus Afrika, Syrien, Afghanistan oder dem Irak viele Menschen zu finden, die bereit bzw. in der Lage wären, als Arbeitskräfte in den Pflegeberufen zur Verfügung zu stehen, wurde von den Teilnehmern an diesem Abend eine deutliche Absage erteilt. Häufig seien die Ziele der Migranten andere, als den Pflegeberufen zur Verfügung zu stehen. Darüber hinaus seien diese aufgrund fehlender schulischer Grundkompetenzen bzw. aufgrund anders gelagerter Bildungssysteme kaum in den Pflegeberufen einsetzbar. Dr. Hans-Georg Scherer, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion ist der Ansicht, dass dies hier klarer kommuniziert werden müsse: "Die Idee, die Menschen, die hier nach Deutschland gekommen sind, im Pflegesektor unterzubringen, war auf den ersten Blick vielleicht bestechend, ist aber nicht realistisch.“ Nach Ansicht der Teilnehmer dürfe, man auch nicht den Fehler begehen, das grundsätzlich gute und vorhandene Ausbildungsniveau abzusenken, um die Ausbildung an die schwierige Bewerberlage anzupassen. Den zu Pflegenden wäre damit nämlich nicht geholfen. Gleichzeitig und das hat die Expertenrunde gezeigt, ist der Ruf nach einer Akademisierung der Pflegeberufe ebenfalls der falsche Ansatz. Die duale Ausbildung in Deutschland, gerade in den Pflegeberufen ermöglicht es den Pflegekräften nahe an den zu Pflegenden zu sein. Vielmehr müssen die Städte und Kommunen günstigen Wohnraum für die Angestellten und nach Möglichkeit administrative Erleichterungen für die Pflegedienstleister erbringen. Nach Ansicht der Teilnehmenden wird man aber auch nicht darum herumkommen, den Bürgerinnen und Bürgern schon jetzt klar zu sagen, daß auf sie auf Grund der demographischen Situation höhere Beiträge zukommen werden.

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