Anfragen

17.10.2014 Informationen an Kommunen über ankommende Flüchtlinge

Die Anzahl der Flüchtlinge hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Mit den steigenden Zahlen von Asylbewerbern und Flüchtlingen sind menschliche Schicksale verbunden. Um die kommenden Menschen nicht nur notdürftig unterzubringen, müssen die Kommunen wie Göttingen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben, namentlich bei Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, finanziell und logistisch besser unterstützt werden. Demgemäß sind bereits Initiativen zur Anpassung der Pro-Kopf-Pauschale angestoßen worden, sowohl von der FDP- Landtagsfraktion als auch von anderer Seite. Daneben ist dringend eine rechtzeitige und detaillierte Unterrichtung der Kommunen über die Anzahl und den Betreuungsbedarf der unterzubringenden Flüchtlinge erforderlich. Insbesondere der Bedarf an Betreuung, sprachlicher und sozialer Integration ist dabei im Fokus der Kommunen, müssen doch beispielsweise Kinder und unbegleitete Minderjährige eine qualifizierte Sprachlernklasse besuchen können. Wir fragen die Verwaltung: 1. wie frühzeitig werden die Informationen über neu nach Göttingen kommende Asylbewerber und andere Flüchtlinge von Bund oder Land gegeben? 2. wie detailliert sind diese Informationen? (Anzahl und Herkunft der Flüchtlinge auch die Zusammensetzung (Familien, unbegleitete Minderjährige), der Betreuungsbedarf und die medizinischen Notwendigkeiten) 3. Ist mit der aktuellen Unterrichtungspraxis eine vernünftige Planung der Unterkünfte, Betreuung und Versorgung, beispielsweise in Sprachlernklassen, und zur sozialen und sprachlichen Integration der Flüchtlinge möglich? 4. welche Verbesserungen in den Vorabinformationen an Kommunen wären dringend anzumahnen.
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