Anträge in Ausschüssen

Zukunft des historischen Gefängnisgebäudes am Waageplatz Bauausschuss 01.01.2013

 Der Ausschuss  möge dem Rat zum Beschluss empfehlen:

 Die Verwaltung wird gebeten, Perspektiven für eine weitere Nutzung  des  denkmalgeschützten Gefängnisgebäudes am Waageplatz zu entwickeln und diese zeitnah dem Bau- und Planungsausschuss bzw. dem Rat vorzustellen. Gleichzeitig möge die Verwaltung dafür Sorge tragen, dass in der Leerstandsphase Gebäudeschäden durch Niederschlags- und Frosteinwirkungen vermieden werden.

 Begründung:

 Mit dem Neubau der Justizvollzugsanstalt in Rosdorf war das historische und denkmalgeschützte Gefängnisgebäude am Waageplatz für die Justizbehörden bedeutungslos geworden. Die Stadt Göttingen hat daraufhin vom Land das Grundstück mit dem aufstehenden Gebäudekomplex erworben. Nach dem mittlerweile verworfenen Konzept mehrerer so genannter „Wissenshäuser“ sollte das Gefängnisgebäude ein wesentliches Element dieses gemeinsamen Unternehmens mit der Universität werden. Erste Pläne für einen denkmalgerechten Umbau waren bereits erstellt worden. Für das mittlerweile stark veränderte Konzept der Präsentation und Vermittlung Göttinger Wissenschaftsgeschichte wird nun dieses Haus nicht mehr benötigt. Trotz der interessanten Innenstadtlage schränkt der Denkmalschutz  naturgemäß  mögliche Umbauten und Veränderungen stark ein, so dass es nicht einfach sein wird, für dieses Gebäude künftig eine adäquate und sinnvolle Nutzung zu finden.

Auch wenn es sich dabei also um ein schwieriges Unterfangen handelt, muss die Stadtverwaltung sich diesem Problem stellen. Denkbar wäre dazu auch ein Ideenwettbewerb der Bürgerschaft. Ein weiterer Leerstand über Jahre wird dem Gebäude jedenfalls erheblich schaden. Unbestätigten Berichten zufolge sollen bereits in den letzten Wintern erhebliche Frostschäden aufgetreten sein. Wenn die Stadt nicht den Weg gehen möchte, das Gebäude so weit verfallen zu lassen, bis es trotz Denkmalschutz abgerissen werden  kann oder muss,  sollte sie vorher aktiv werden.

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