Ratsanträge

14. Feb. 2014: Förderung des Leistungssports (hier: Basketball) in Göttingen 14.02.2014

Der Rat möge beschließen: Der Rat der Stadt Göttingen ersucht den Oberbürgermeister, in Verbindung mit der Göttinger Sport & Freizeit GmbH & Co. KG (GöSF) zu prüfen, welche finanzielle Einbuße pro Saison zu erwarten wäre, falls die BG Göttingen in die erste Basketball-Bundesliga aufsteigen sollte und ihr dann die Sparkassenarena mietfrei für Training und Spiele zur Verfügung gestellt würde. Zusätzlich möge geprüft werden, ob und wie der Aufwand für die jeweils erforderlichen Auf- und Abbauten in der Halle minimiert werden kann. Begründung: Der Universitäts- und Forschungsstandort Göttingen hat auch in Jahren stärkster Haushaltsbedrängnis die sogenannten „weichen“, aber wichtigen Faktoren Kulturförderung und Breitensport nie wirklich geschmälert, ging und geht es doch darum, durch attraktive Standortangebote so interessant wie möglich für Fachkräfte aller Art zu sein, dass sie gerne ihren Lebensmittelpunkt nach Göttingen verlegen. In der Imagewerbung der europäischen Städte ist in den vergangenen Jahren der Leistungssport immer mehr in den Vordergrund gerückt. Selbst kleinere Mittelzentren schaffen sehr schnell einen hohen Bekanntheitsgrad, wenn ihr Name in Verbindung mit einer Erstligamannschaft möglichst in einer Ballsportart genannt wird. Das gilt sowohl für Fuß- wie Hand- oder Basketball. Am Traditionsstandort des Basketballs in Göttingen hat die BG auch in Zweitligazeiten bewiesen, dass Tausende von Fans fest hinter ihr stehen. Was für einen durchaus möglichen Aufstieg in die 1. Bundesliga deutlich fehlt, ist eine größere Anzahl hochrangiger Sponsoren. Dabei reicht die jährliche Leistung der drei Topsponsoren zurzeit gerade dafür aus, die Miete der Sparkassenarena und die Kosten des jeweils erforderlichen Auf- und Umbaus zu tragen. Um hier einerseits Entlastung für die BG zu schaffen, gleichzeitig die Suche nach neuen Sponsoren zu befördern und damit überhaupt erst eine Lizenzanmeldung für die 1. Bundesliga in greifbarere Nähe zu rücken, möge die Verwaltung den oben formulierten Antrag prüfen. Leider kann der außerordentliche bundesweite Werbewert für die Stadt Göttingen wie auch der örtliche Zugewinn an Lebensqualität für viele Sportsfreunde nicht in Euro und Cent berechnet werden. Es wird eine Frage der politischen Abwägung sein, wie bedeutsam schließlich die einzelnen Faktoren gewichtet werden.
Nach oben