Ratsanträge

13. Sept. 2013: Öffnung d. Weender Freibades 2014

 Der Rat möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird gebeten, bei der Geschäftsführung der „Göttinger Sport & Freizeit GmbH & Co KG“ (GöSF) darauf zu dringen, dass in der Badesaison 2014 das Weender Freibad nochmals in der herkömmlichen Form geöffnet wird.

 Begründung:

Im Jahr 2014 jährt sich die Eröffnung des Weender Feibades zum 60-sten Mal. Wenige Jahre nach Kriegsende war es auch für eine wirtschaftlich starke Gemeinde ein außerordentlicher Kraftakt gewesen, eine solch moderne und großzügige Anlage zu bauen, die die Jahrzehnte nahezu ohne Veränderungen überstanden hat. Normale Instandhaltungsarbeiten sind zwar durchgeführt worden, trotzdem entspricht die Anlage bei weitem nicht mehr dem heute verlangten Stand der Technik.

Zur Erfüllung des Entschuldungshilfeprogramms war zunächst von der Verwaltung vorgeschlagen worden, das Bad zu schließen. Der Rat lehnte dies ab, beschloss aber, dass für das Bad ein neues Trägermodell gefunden werden solle. Im selben Zuge bildete sich vor Ort ein Förderverein. Aufgrund des starken Bürgerengagements lenkte der Rat mehrheitlich ein und beschloss schließlich das Konzept eines Freizeitparks mit Naturbadegelegenheit, allerdings ohne den großen Sprungturm, warme Duschen etc.. Dafür wurde ein finanzieller Rahmen gesetzt. Dem setzte der Verein schließlich ein Modell für ein zwar verkleinertes, aber ansonsten konventionelles Freibad entgegen – nach Berechnungen des Vereins ebenfalls innerhalb des Finanzrahmens.

Der Förderverein mit über 700 Mitgliedern hat sich in der laufenden Saison mit 30.000 Euro an den Betriebskosten beteiligt. Künftig steht zu befürchten, dass bei der Umsetzung  des städtischen Konzepts in den Folgejahren diese Unterstützung wegbrechen wird und auch die kalkulierten 65.000 Besucher pro Jahr nie erreicht werden können. Momentan scheinen die Fronten verhärtet zu sein und es wird etlicher weiterer Gespräche und intensiver Detailplanung und -kalkulation bedürfen. Ziel dieser Gespräche soll ein gemeinsames, für Stadt, GöSF wie Bürger tragfähiges Konzept sein. Diese Verhandlungen sollten nicht durch eine drohende Schließung des Bades belastet werden. Um auch die Folgekosten jedweder Neuplanung für GöSF wie Stadt nicht ausufern zu lassen, gilt auch hier: Sorgfalt vor Eile.

Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Planungen bis zum Frühjahr des nächsten Jahres sicher nicht abgeschlossen sein werden und dass deshalb auch nicht im Sommer 2014 mit den Um- und Rückbauten begonnen werden kann. Daher wird nun der Vorschlag unterbreitet, die Saison in diesem Jahr technisch so abzuschließen, dass eine Wiedereröffnung des Bades im nächsten Jahr möglich sein wird und dass schließlich auch im Jubiläumsjahr 2014 das Weender Freibad für die komplette Saison jungen und alten Bürgern offenstehen wird.

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