Ratsanträge

13. Juli 2012: Göttingen App

 Der Rat möge beschließen:

 Die Verwaltung wird beauftragt in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale Südniedersachsen (KDS) eine Göttingen- bzw. eine generell gehaltene und im Folgenden individuell anpassbare Bürger-App zur Nutzung auf Smartphones zu entwickeln.

 Begründung:

 Der Einsatz sogenannter Apps für mobile Endgeräte nimmt einen zunehmend hohen Stellenwert in der Kommunikation zwischen Einwohnern und der Verwaltung ein. Mit der Zunahme der Affinität zur mobilen Kommunikation durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten muss dafür Sorge getragen werden, dass auch und zunehmend insbesondere auf diesem Wege die Einwohnerinnen und Einwohner spontan und ortsunabhängig die Möglichkeit haben, sich über die Angebote der kommunalen Daseinsvorsorge zu informieren und auch aktiv an ihr teilhaben zu können.

Bespielhaft hierfür können Informationsangebote wie Baustelleninfos, Meldungen bei Schulausfällen oder im Katastrophenfall, kulturelle Informationen, Veranstaltungshinweise, Zuständigkeitenfinder, ÖPNV-Informationen oder Handyparken genannt werden. Auch wäre es mittels einer Bürger-App möglich, die Einwohnerinnen und Einwohner aktiv in kommunale Angelegenheiten mit einzubinden (z.B. Schadensmeldungen, Beschwerden oder generelle Zustandsmeldungen)

 

Es wäre insbesondere auch dafür Sorge zu tragen, dass die in der Bürger-App angebotenen Informationen nicht erneut erfasst und gepflegt, sondern vielmehr aus den bereits etablierten Informationsangeboten der Stadt Göttingen (Zuständigkeiten, News und Neuigkeiten, Stellenausschreibungen etc). medienbruchfrei in die Bürger-App übertragen werden, um diese nunmehr im Sinne einer Multikanalfähigkeit anbieten zu können.Zudem sollte der Fokus auch darauf liegen, dass über die Bürger-App eingehende Informationen und Anliegen (z.B. Schadensmeldung) technisch in die verwaltungsinternen Prozesse übergeleitet und medienbruchfrei weiter verarbeitet werden können.

 Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Göttingen geht davon aus, dass die Herstellung einer solchen App einen erheblichen Investitionsaufwand darstellt. Die KDS als Tochterunternehmen der Stadt Göttingen soll daher beauftragt werden, zunächst potenzielle Anwendungsszenarien zu erarbeiten und im Folgenden die Interessenlage nach einer solchen App bei ihren übrigen Mitgliedern und Kunden abzufragen, um sich die nötigen Entwicklungskosten möglichst teilen zu können. Hierfür scheint es erforderlich, die Entwicklung einer solchen App zunächst generell zu halten und die Möglichkeit der gemeindespezifischen Individualisierung herzustellen.

Auch die Integration oder aber separate Entwicklung einer App für touristische Inhalte und Angebote (Stadtplan, satellitengestützte Stadtführung, Hotelfinder etc.) sollte in gleicher Weise von der KDS (ggfs. in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Fremdenverkehrsverein) geprüft werden. 

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