Ratsanträge

8. Apr. 2011: Förderprogramm „Jung kauft Alt“


 
Der Rat möge beschließen: 

Die Verwaltung wird gebeten ein Konzept für ein Förderprogramm nach dem Modell „Jung kauft Alt“ zu erarbeiten, um jungen Familien den Erwerb von Wohnimmobilien aus dem Altbestand in der Stadt und ihren Ortsteilen zu ermöglichen.
 
Begründung:
 
Um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken und zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur, insbesondere in den Ortsteilen hat die Stadt Göttingen das Förderprogramm „Bauen für junge Familien“ entwickelt. Hier werden neue periphere Baugebiete für den Neubau zur Verfügung gestellt. Zu beobachten ist aber in den letzten Jahren, dass durch den demographischen Wandel die Gefahr besteht, dass Orts- und Stadtkerne veröden, immer mehr Häuser leer stehen und verfallen.
 
Junge Familien sollen angeregt werden, in den Ortsteilen zu bleiben oder in die Ortsteile zu ziehen. Nicht nur ein Flächenverbrauch durch die Erschließung von neuen Baugebieten, sondern auch die Nutzung vorhandene Alt-Bausubstanz soll dazu beitragen, Wohnraum für junge Familien vor Ort zu schaffen. Beispielhaft ist das Hiddenhauser Modell zum Förderprogramm „Jung kauft Alt“, das bereits in einigen Kommunen erfolgreich umgesetzt wird. Vorgesehen ist nach diesem Modell eine Zwei-Stufen-Förderung. Demnach erhalten junge Familien, die ein älteres, mindestens 25 Jahre altes Haus übernehmen, für ein Altbaugutachten eine Unterstützung von bis zu 1.500 Euro."
Weiterhin erfolgt sechs Jahre lang eine jährliche Förderung mit einem Grundbetrag von 600 Euro, die pro Kind um 300 Euro bis zu einem Maximalbetrag von 1.500 Euro pro Jahr aufgestockt werden kann.
Mit dieser gezielten Fördermaßnahme können wir helfen, dass alte Gebäude nicht leer stehen, verfallen oder abgerissen werden müssen. Es ist viel sinnvoller, die vorhandenen Wohngebiete zu beleben und zu stärken, statt immer neue, bisher naturnah oder landwirtschaftlich genutzte Bereiche zu verbrauchen, indem sie zu Baugebieten umgestaltet werden.

Außerdem stehen vor dem Hintergrund der dramatischen städtischen Verschuldung der Förderung "Jung kauft Alt" ganz erhebliche Einsparungen bei den Erschließungskosten und auch den Folgekosten für neue Baugebiete gegenüber.
 
Infos unter:
 


 
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