Ratsanträge

8. Apr. 2011: Sauberkeit in Göttinger Schulen

Der Rat möge beschließen:
 
  1. Die Verwaltung wird beauftragt, den baulichen Zustand der Sanitärräume an Göttinger Schulen zu überprüfen. Dabei soll als Handlungsgrundlage eine Prioritätenliste mit Kostenschätzungen erstellt werden, um möglichst schnell die gravierendsten Mängel zu beheben.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt dafür zu sorgen, dass die Reinigung der Göttinger Schulen sorgfältiger und gründlicher erfolgt. Damit soll an allen Schultagen ein hygienisch einwandfreier Zustand der Sanitär- wie der Klassenräume, Flure und Treppenhäuser gesichert werden. Dafür ist das im Jahr 2009 im Personalausschuss vorgestellte Reinigungskonzept bis ins Detail zu überprüfen. Insbesondere muss festgestellt werden, ob die Zeitrichtwerte und Intervalle für die Reinigungsaufgaben tatsächlich ausreichen und ob auch die kontinuierliche Kontrolle der geleisteten Arbeiten gewährleistet ist.
 
Begründung:
 
Zu 1.: Schüler verschiedener Schulen beklagen seit längerem, dass die Schultoiletten durch Überalterung und Abnutzung in einen derart mangelhaften Zustand geraten sind, dass trotz aller Bemühungen der Reinigungskräfte funktional wie optisch und geruchlich eine Nutzung kaum mehr zuzumuten ist.
Zu 2.:   Mit dem Ziel der Haushaltskonsolidierung ist in den letzten Jahren in keinem Bereich der städtischen Verwaltung so viel eingespart und umstrukturiert worden wie bei den Reinigungskräften. Die gehäuften Klagen von Lehrern Schülern, und Eltern lassen aber nun darauf schließen, dass hier die Sparschraube um einiges überdreht wurde.
An manchen Schulen sind Kinder gehalten, Hausschuhe zu benutzen. An allen Schulen werden die Klassenräume nur noch jeden zweiten Tag gereinigt, so dass die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen müssen. Gegen die Übernahme einer gewissen Eigenverantwortung ist aus erzieherischen Gründen zunächst wenig einzuwenden. Allerdings sind die Stundenansätze für die einzelnen Schulgebäude offensichtlich so knapp bemessen, dass neben der täglich zu erledigenden Reinigung von Fußböden in den Fluren und Treppenhäusern, den Toilettenanlagen und Waschbecken in den Klassenräumen für die Säuberung von Mobiliar, Fensterbänken etc schlicht die Zeit fehlt. Diese Arbeiten werden teilweise von den Lehrkräften und Schülern erledigt,
weil in den vorgefundenen Zuständen ein normaler Unterricht nicht zumutbar ist. Dies kann kein Dauerzustand sein.
 
Weiter ist zu berücksichtigen, dass die zunehmende Ganztagsbeschulung mit Spiel, Hobby und dem Verzehr von Mahlzeiten zwangsläufig zu einer deutlich stärkeren Inanspruchnahme der Schulräume und damit auch zu einer stärkeren Verschmutzung führt.
Die fehlenden Reserven bei Personalausfällen sowie unzureichende bis schleppende Vertretungsregelungen stellen weitere Probleme dar. Auch die Kontrolle über die korrekte Erledigung der Arbeiten kann nicht darin bestehen, dass erst bei Unterrichtsbeginn die Mängel festgestellt werden. Durch die Hausmeister und das Führungspersonal der Fremdfirmen ist eine ausreichende arbeitsbegleitende Kontrolle sicherzustellen.
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