Ratsanträge

Laien-Defibrillatoren für öffentliche Einrichtungen

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob in öffentlichen Einrichtungen (Behörden, Schulen usw.) der Stadt Göttingen eine Installation und Bedienung von Laien-Defibrillatoren zu realisieren ist. Die Prüfung soll auch berücksichtigen, welche Anbieter in Betracht kommen und welche finanziellen Auswirkungen mit einer solchen lebensrettenden Installation verbunden wären.

 

Begründung:

 

Ein plötzlicher Kreislaufzusammenbruch mit Herzstillstand kann jeden überall treffen. Die Defibrillation ist in den ersten 4 Minuten des funktionellen Herzstillstandes, dem Kammerflimmern, die wirksamste Maßnahme. Aktuelle Studien unterstreichen den bereits durch frühere Untersuchungen dokumentierten Nutzen der automatisierten externen Defibrillation bei plötzlichem Kreislaufstillstand, auch wenn sie von Laien ausgeführt wird.

Eine frühzeitige Defibrillation erhöht die Überlebensrate signifikant und vermindert Spätkomplikationen. Die Anwendung der eingesetzten Laien-Defibrillatoren (AED) ist diesen Untersuchungen zufolge für Helfer und Patient sicher. Selbst wenn kein funktioneller Kreislaufstillstand besteht, ist die Anwendung gefahrlos, da eine automatische EKG-Analyse das Auslösen des Elektroschocks regelt.

Für die Bedienung des AED sollten Laienhelfer geschult werden. Diese sind häufig viel früher am Ort des Geschehens als professionelle Rettungsassistenten und Notärzte und können mit dem AED eine lebensrettende Erstversorgung des Patienten einleiten.

 

In einigen Städten – in öffentlichen Gebäuden und Firmen - sind die Defibrillatoren  bereits installiert. So auch in Göttingen, im Gebäude des Landkreises und im Hotel Freizeit In.

 

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