Ratsanträge

Wärmenutzung aus Abwasser - Antrag zur Ratssitzung am 7. Dezember 2007


Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Wärmenutzung aus Abwasser mit folgenden

Einzelschritten zu erarbeiten:

  1. In einem ersten Schritt Potenziale abzuklären und geeignete Standorte für eine Energiegewinnung aus Abwasser in Göttingen zu ermitteln.

  2. In einem zweiten Schritt das Potenzial systematisch zu untersuchen und die Ergebnisse in einer Energiekarte darzustellen.

  3. In einem dritten Schritt die technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit der Energienutzung aus Abwasser an den konkreten Standorten auszuloten.

  4. Über die Ergebnisse der verschiedenen Schritte den Ausschuss für Umwelt und Energie regelmäßig zu informieren.

Begründung:

Das Abwasser in Deutschland enthält genügend Energie, um zwei bis vier Millionen Wohnungen mit Wärme zu versorgen. Besonders günstig sind die Voraussetzungen dort, wo in der Nähe von großen Abwasserkanälen oder Kläranlagen Bauten oder Quartiere mit einem hohen Heizwärmebedarf (mind. 150 kW) vorhanden sind.

Dieses gewaltige Wärmepotenzial in unseren Abwasserkanälen gilt es zu nutzen. Die Technologie ist effizient. Wärmepumpen ermöglichen es, Energie aus Abwasser zurückzugewinnen und zur Raumheizung und Wärmewasserbereitung zu verwenden. Der Wärmekreislauf lässt sich auf

diese Weise schließen. Spätestens, wenn eine Kanalsanierung ansteht, sollte die Abwasserwärmenutzung als ergänzende Maßnahme zur energiesparenden Wärmeversorgung in Erwägung gezogen werden.

Bremerhaven hat vorbildhaft dieses Thema aufgegriffen. Mit einer Potenzialstudie wurde aufgezeigt, wo geeignete Kanäle liegen und welche Gebiete sich besonders eignen. Für drei bestehende Gebäude (Museum, Schule, Schwimmbad) wurden zudem Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben.

 

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