Ratsanträge

Planungen für die Südumgehung - Antrag zur Ratssitzung am 6. Juli 2007


Der Rat möge beschließen:

Der Rat begrüßt die öffentlichen Äußerungen des Oberbürgermeisters, dass der Bau eines ersten Teils der geplanten Südumgehung von der B27 bis zur Ortsumgehung Rosdorf, zu einer deutlichen Entlastung des Göttinger Südens führen würde.

Der Rat ist darüber hinaus der Überzeugung, dass bereits durch den Bau dieses Teilstückes eine bessere Erreichbarkeit Göttingens, eine Entlastung des Sandweges, eine Aufwertung des Naherholungsgebietes Kiessees, sowie insgesamt eine verträgliche und umweltschonende Verkehrsabwicklung für das südliche Stadtgebiet erreicht werden kann.

Der Rat bittet deshalb den Oberbürgermeister:

  • Die Planungen für die Südumgehung erneut aufzunehmen

  • Den Bau der Südumgehung von der B27 bis zur Ortsumgehung Rosdorf so schnell wie möglich umzusetzen 

Begründung:

Der Oberbürgermeister hat im BLICK (Ausgabe 9, 28.02.2007) folgendes erklärt:

„Aus seiner Sicht sei Göttingen im Süden verkehrstechnisch nicht optimal angebunden. Vor dem Hintergrund des Ausbaus des Autobahnabfahrt Mengershausen und der neuen Ortumgehung Rosdorf müsse darüber nachgedacht werden, ob eine Verbindung zwischen B27 und Ortsumgehung Rosdorf möglich sei. Dies würde zu einer deutlichen Entlastung im Süden Göttingens führen.“

Damit kommt der Oberbürgermeister dem Wunsch vieler Göttinger Bürgerinnen und Bürger nach einer kommunalen Entlastungsstraße für Geismar entgegen. Vor dem Hintergrund der Feinstaubdiskussionen ist es unsere Pflicht, Göttinger Bürgerinnen und Bürger vor endlosen Auto- und Lkw-Schlangen, wie wir sie erst kürzlich wegen der Sperrung der A7 erleben mussten, zu schützen. Es gibt viel weitere Gründe, die für den Bau der Umgehung und der Teilumgehung sprechen. So ist im Leitbild 2020 für die Stadt Göttingen nachzulesen, dass die Planer trotz der hohen Anzahl von Fahrradfahrern davon ausgehen, dass der Anteil privater Autofahrten am Verkehrsgeschehen ständig weiter steigen werde. Den großen Teil des Autoverkehrs bringen jedoch Besucher in die Stadt. Allein 32.000 Pendler aus dem Landkreis Göttingen suchen täglich ihre Arbeitsstelle in Göttingen auf. Ziele sind vor allem die Innenstadt, die Universität, das Klinikum und die Gewerbegebiete im Westen.

Ein ewiges Nadelöhr Göttingen im Verkehrsfunk ist zudem eine denkbar schlechte Visitenkarte für die angestrebte Rolle als überregionales Logistikzentrum.

Der Bau des Streckenabschnittes von der B27 bis zur Ortsumgehung Rosdorf wäre ein erster Schritt zur Realisierung der gesamten kommunalen Entlastungsstraße Geismar.

 

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