Ratsanträge

„Lokhallenmiete für BG 74 senken – als Stadt klares Signal setzen“ - Antrag zur Ratssitzung am 11. Mai 2007


Der Rat der Stadt Göttingen möge beschließen:

Die Stadt Göttingen wird als Gesellschafter bei der GWG mbH als Betreiberin der  Lokhalle darauf hinwirken, dass die BG 74 für ihre Spiele in der Lokhalle eine Miete in Höhe von 1 Euro pro Besucher pro Spiel zahlt. Diese Vereinbarung soll zunächst für die erste Spielsaison gelten. Der Betrag, der sich als Unterschied der tatsächlich anfallenden Kosten und der erzielten Miete ergibt, wird nach Saisonende durch die Stadt Göttingen als Verlustausgleich der GWG mbH gewährt. In die Mietvereinbarung ist eine Besserungsklausel  für den Fall aufzunehmen, dass die Betreibergesellschaft des Basketballbetriebs einen Überschuss in der Saison erzielt. In diesem Fall wäre dann eine höhere Miete zu entrichten.

Begründung:

Der Aufstieg der Herrenmannschaft des Göttinger Basketballvereins BG 74 in die 1. Basketballbundesliga zur kommenden Saison ist nicht nur für den Verein ein Gewinn. Mit dem Angebot der GWG die Lokhalle als Übergangslösung zur Spielstätte für 1. Liga-Basketball zu machen, wurde es dem Verein überhaupt erst ermöglicht, die Voraussetzungen für 1. Liga-Basketball in Göttingen zu erfüllen und die Lizenz zu erhalten . Nun muss auch ein Signal von Seiten der Stadt kommen, dass der hochklassige Basketball in Göttingen nicht nur erwünscht, sondern auch mit aller Kraft unterstützt wird.

Göttingen freut sich seit Jahren über eine „erstklassige“ Basketball-Damenmannschaft. Dass nun auch die 1. Herrenbasketballmannschaft in der 1. Bundesliga spielen wird, bedeutet für unsere Stadt einen großen Gewinn. Neben der „Wissenschaftsstadt“ wird mit der „Sportstadt“ ein weiteres Standbein im Göttinger Stadtmarketing entstehen. Darüber hinaus wird Basketball aber auch als klassischer Hochschulsport weitere Studierende in unsere Leinestadt ziehen und diese noch attraktiver machen. Allgemein bekannt ist, dass Spitzensport für den Breitensport förderlich ist, genauso wie der Breitensport die Grundlage für Spitzenport bietet. Der zu gewährende Verlustausgleich durch die Stadt Göttingen darf jedoch nicht zu Lasten des Sportetats des Breitensports gehen.

Die derzeit von Oberbürgermeister Meyer geforderte Mietzahlung in Höhe von 200.000 Euro gefährdet die Spielberechtigung für die 1. Bundesliga.  Das vorgeschlagene Modell mit 1 Euro pro Besucher pro Spiel schafft die notwenige finanzielle Entlastung der BG 74. Die zu vereinbarende Besserungsklausel gewährleistet, dass bei einem Jahresüberschuss der BG 74 in der nächsten Saison, auch der Verlustausgleich, der durch die Stadt zu leisten ist, gemindert wird.

Dieses Signal der Stadt wäre ein klares Bekenntnis für die BG 74  und für Göttingen als Stadt des Spitzen- und Breitensports.

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