Ratsanträge

16.11.2018 Verkehrliche Neuordnung der nördlichen Weender Straße

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, für den Abschnitt der Weender Straße nördlich der Fußgängerzone und der Weender Landstraße bis zum Platz der Göttinger Sieben (vulgo „Dönermeile“) Konzepte für eine verkehrliche Neuordnung auszuarbeiten und dem Rat vorzulegen.

Dabei soll kurzfristig nach einer Lösung gesucht werden, die im Wesentlichen mit neuen Markierungen und der Installation von Fahrradabstellbügeln auskommt.

In einer mittel- bis langfristigen Planung soll die Aufteilung der gesamten Verkehrsfläche mit entsprechenden Tiefbaumaßnahmen (u.a. Versetzung von Bordsteinlinien) neu geordnet werden, so dass dadurch Engpässe beseitigt und Fehlnutzungen/Blockierungen weitgehend ausgeschlossen werden können.

Bereits in der kurzfristigen Lösung soll im Planbereich die Reduzierung von Kfz-Stellplätzen zugunsten der Verkehrsfläche und Fahrradabstellanlagen in Kauf genommen werden.

 

Begründung:

 

Es soll mit der Veränderung der Verkehrssituation in der „Dönermeile“ mehr Übersichtlichkeit im Verkehrsfluss entstehen und bedenklichen Entwicklungen auch in Bezug auf die Sicherheit im öffentlichen Raum entgegengewirkt werden.

 

Derzeit gilt für Verkehrsteilnehmer aller Art der beschriebene Straßenabschnitt als einer der risikoreichsten im Stadtgebiet. Insbesondere Busfahrer beklagen hier Verzögerungen, weil hier oft nicht einmal das Passieren entgegenkommender Busse möglich ist. Besonders in den Abendstunden behindern Pkws den fließenden Verkehr zusätzlich, da sie in diesem Bereich ungeachtet von Halteverboten und Sperrmarkierungen geparkt werden. Der Flaschenhals stadteinwärts auf Höhe des Wallaufgangs ist speziell für Radfahrer ein besonderer Gefahrenpunkt. Der Bürgersteig auf der Ostseite weist eine der höchsten Fußgängerfrequenzen in Göttingen auf.

 

Denkbar sind schräg aufgestellte Fahrradbügel auf bisherigen Kfz-Stellflächen, u. U. auf einer Seite durchlaufend und beiderseits ein Fahrradschutzstreifen. Eine vorgezogene, einfachere Lösung empfiehlt sich deshalb, weil im Zuge eines B-Planverfahrens auf der Westseite des Weender Tores hier mittel- bis langfristig eine komplette Neuordnung der Wegebeziehungen angedacht ist.

Nach oben