Ratsanträge

12. Feb. 2016 5. und 6. Hauptschulklassen wieder einrichten

Hauptschulen Klassen 5 und 6 mit Beginn des Schuljahres 2017/18 wieder einrichten Der Rat möge beschließen: Die Verwaltung prüft zeitnah, inwieweit die Klassen 5 und 6 mit Beginn des Schuljahres 2017/18 an den beiden Göttinger Hauptschulen wieder eingerichtet werden können. Begründung: Die steigende Zahl von Flüchtlingskindern stellt die Schulen vor Schwierigkeiten. Während die Grundschulen die Aufgabe meistern können -genügend Sprachlernklassen mit ausreichender und qualifizierter Lehrerversorgung vorausgesetzt-, werden die weiterführenden Schulen vor große Probleme gestellt: In Göttingen gibt es im Gegensatz zu allen anderen Städten und Landesteilen nur noch ein 2-Säulen-System, d.h. nur noch Gymnasien und Gesamtschulen. Die zu beschulenden Flüchtlingskinder gehören unterschiedlichen Altersgruppen an und bringen unterschiedliche schulische Voraussetzungen mit: Neben Kindern im Grundschulalter kommen Schüler, die in ihren Herkunftsländern Schulen besucht haben, die unseren Sek I-Schulen entsprechen. Diejenige, die in ihrer Heimat bereits eine Fremdsprache -vorwiegend Englisch- gelernt haben, sind in der Regel bei uns in den SEK I-Schulen zu integrieren, zunächst in speziellen Sprachlernklassen, mutmaßlich später auch in Regelklassen. Für ältere Schülerinnen und Schüler sind die bereits bestehenden Sprachlernklassen-Angebote der BBS -z.B. der Arnoldi-Schule oder des Abendgymnasiums passend. Ein besonderes Problem stellt die Unterrichtung der nicht alphabetisierten Kinder jeden Alters dar. Für sie sind weder die Gymnasien noch andere Sekundarschulen die geeignete Schulform. An den beiden Göttinger Hauptschulen hingegen bestehen seit einigen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Lerngruppen für nicht alphabetisierte Kinder: An der Heinrich-Heine-Schule z.B. sind z.Zt. zwei Klassen für diese Zielgruppen vorhanden. Aber auch an der Käthe-Kollwitz-Schule stünden die Räumlichkeiten und das geeignete Personal zur Verfügung. Die Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen bietet sich deshalb an. Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unter zu bringen.
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