Ratsanträge

13. März 2015: Ökumenische Jugendkirche in alter Baptistenkirche

Der Rat möge beschließen: Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob es möglich ist die alte Baptistenkirche in der Bürgerstraße durch Eigenleistung von Jugendlichen und mit Hilfe von Fachleuten zu sanieren und als ökumenische Jugendkirche zu nutzen. Begründung: Seit vielen Jahren steht die Baptistenkirche leer und ist weitgehend ungenutzt. Es gab und gibt viele Ideen, wie das leer stehende Gebäude sinnvoll und zu vertretbaren Kosten genutzt werden könnte. Keine der Ideen konnte bisher umgesetzt werden. Eine erfolgversprechende Möglichkeit sehen wir in der Initiative, die Baptistenkirche als ökumenische Jugendkirche zu nutzen. Wie das im Einzelnen aussehen könnte, ist dem Brief von Pater Manfred Hösl, Pfarrer von St. Michael zu entnehmen. Auszüge aus dem Schreiben von Pfarrer Hösl: „Darf ich mein Ansinnen erläutern? - Seit einiger Zeit treffen sich Jugendseelsorger und Jugendarbeiter verschiedenster Gemeinden (u.a. St. Albani, St. Michael, Freie Evangelische Gemeinde (FeG), Reformierte Gemeinde (Refo), CVJM, Boni II, u.a.) um zu überlegen, wie eine gemeinsame christliche Jugendarbeit in Göttingen aussehen könnte. Erste Überlegungen ergaben, dass ein regelmäßiger Gottesdienst als Keimzelle dienen soll. Ich glaube, damit so eine Sache wirklich starten kann, braucht es ein herausforderndes Projekt, das die Jugendlichen selbst gestalten können. Bitte bloß kein funkelndes und blinzelndes, fertiges Jugendzentrum! Die Jugendlichen müssen das selber gestalten dürfen. Die alte Baptistenkirche wäre genau die richtige Mischung von Verheißung und Herausforderung die wir brauchen, um eine Idee zu verwirklichen. Es ist viel besser die Kids mauern und putzen an "ihrer" Kirche als dass man abstrakt über Jugendarbeit diskutiert. Bei einem praktischen Projekt können nämlich alle mitmachen, Hauptschüler und Gymnasiasten, Intellektuelle und Praxisorientierte, Konfis und Firmlinge ... Im Zuge der regelmäßig im GT erscheinenden Artikel über die alte Baptistenkirche bin ich auf die Idee gekommen, ob nicht eben diese genau dem Herausforderungsprofil entspricht, das wir brauchen. Mir erschien dabei wichtig: Die Kirche darf, ja soll baufällig sein, aber die Sicherheit muss gewährleistet sein. Das Ding muss nicht gleich fertig sein - im Gegenteil! Wir brauchen dort einen Mann vom Fach, aber letztlich sollen die Jugendlichen das Projekt selber stemmen. Es macht meines Erachtens auch nichts, wenn es sich nur um ein zeitlich befristetes Projekt handeln sollte. Besonders in der Jugendarbeit kann man eh nur kurze Zeiträume überblicken. Falls die Sache richtig einschlagen würde, dann hätten die Jugendlichen ein Standing mit dem sie vor Kirche(n) und Stadt zu Recht wuchern können. Falls es ein Rohrkrepierer wird, wäre auch nicht viel kaputt. Ich denke, dass ein nur befristeter Zuschlag sogar eher mobilisiert als bremst.
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