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News
27.09.2018, 13:06 Uhr
Vielfalt des Bildungsangebotes muss die Göttinger Schulszene auszeichnen
CDU-Fraktion formuliert 10-Punkte-Liste zur Schulstättenentwicklung
Göttingen. Mit einem zehn Punkte umfassenden Katalog werden die Vertreter der CDU-Ratsfraktion im Schulausschuss notwendige Ziele für die Entwicklung der Schulstätten in die kommende Sitzung dieses Ausschusses einbringen. Kernforderungen der CDU-Fraktion lassen sich wie folgt zusammenfassen: Stadt- und ortsteilgerechte Verteilung der Schulstandorte, allen Schulen für ihre pädagogische Arbeit eine sachgerechte Ausstattung geben und auch den neuen Herausforderungen wie der Inklusion oder der Digitalisierung gerecht werden.
CDU-Ratsmitglied Dr. Thomas Häntsch, schulpolitischer Sprecher der CDU im Schulausschuss, ist der Ansicht, dass die durch die CDU-Fraktion formulierten Ziele die Grundpfeiler guter Schulen in der Zukunft bilden werden: „Der Erhalt vieler Schulstandorte bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der örtlichen Schulbedarfe ist ein Schritt in die richtige Richtung. Uns ist der Erhalt der Boni I von besonderer Bedeutung. Darüber hinaus ist es unbedingt erforderlich, dass die Außenstelle der Godehardschule in der Albrecht-von-Haller Straße erhalten bleibt und kein Umzug der integrativen Brüder-Grimm-Schule in dieses Gebäude stattfindet. Vielmehr benötigt die Brüder-Grimm-Schule einen Anbau, um ihr pädagogisches Konzept am aktuellen Standort umsetzen zu können. Ein Umzug würde eher neue Probleme bieten als Vorteile.“ CDU-Ratsfrau Wibke Güntzler, ebenfalls Mitglied im Schulausschuss, vertritt die Ansicht, dass mit dem Schulstättenentwicklungskonzept (SSEK) die Möglichkeit geschaffen wird, die Bildungslandschaft in Göttingen für die nächsten Jahre zukunftsfest zu machen: „Uns geht es darum, die richtige Schule zur richtigen Zeit in der richtigen Größe am richtigen Standort bereitzustellen. Dabei hat die Verwaltung im täglichen Geschäft die gesamte Bildungslandschaft und Anforderungen der Schüler und Eltern im Blick zu haben. Dies ist eine enorme Aufgabe. Als CDU-Fraktion werden wir aber darauf achten, dass die noch vorhandenen Problemstellen des Schulstättenentwicklungskonzepts nicht dazu führen, dass die Qualität der Schulen leidet.“ 10-Punkte-Liste der CDU-Ratsfraktion zum Schulstättenentwicklungskonzept (SSEK) Im Vorwort der Verwaltungsvorlage zum SSEK wird eine hervorragende kommunale Bildungslandschaft in der Stadt Göttingen beschrieben, die es zu erhalten und auszubauen gilt. Es geht darum, die richtige Schule zur richtigen Zeit in der richtigen Größe am richtigen Standort bereitzustellen. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen hat daraufhin folgende Eckpunkte formuliert, die diese Ziele verfolgen. 1. Die MLK-Förderschule kann bis 2028 ihr Angebot für Kinder mit Schwerpunkt Lernen weiterhin aufrechterhalten. 2. Die Boni 1 bleibt an ihrem jetzigen Standort, an dem weiterhin eine Kooperation mit der St. Michael-Kirche, dem FKG und der BONI 2 möglich ist und ein zentrumsnaher Standort erhalten bleibt. 3. Die Godehardschule in der Grätzelstraße bleibt an ihrem jetzigen Standort und zieht nicht in die HHS, um eine unmittelbare Konkurrenz zur benachbarten Astrid-Lindgren-Schule auszuschließen und Kooperationen mit den benachbarten Schulen weiter aufrecht zu halten. 4. Die Außenstelle in der A.-von-Haller-Straße bleibt an ihrem jetzigen Standort und wird nicht mit der Godehardschule in der Grätzelstraße zusammen gelegt. Die Schule wird von Eltern angewählt, die eine konfessionelle Schulerziehung in ihrer Gemeinde wünschen und an dem jetzigen Standort gute Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch einen kurzen Schulweg vorfinden. Junge Grundschulkinder dürfen nicht auf eine Busverbindung angewiesen sein, um in ihre Schule zu gelangen. 5. Die Regenbogenschule erhält einen schon lange versprochenen Anbau. Der Einzugsbereich verändert sich für die bereits wohnhaften Familien nicht. 6. Die Brüder-Grimm-Schule ist eine integrative Schule, die einen Anbau benötigt. Die Nutzung der Godehardschule in der naheliegenden A.-von-Haller-Straße halten wir aufgrund schon genannter und aus pädagogischen Gründen für nicht praktikabel. 7. Die CDU-Fraktion hatte bereits im letzten Haushalt beantragt, das Ziel festzuschreiben, dass allen Grundschulen der Ganztagsbetrieb ermöglicht wird, um die Schulen zukunftsfähig aufzustellen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Die Wilhelm-Henneberg-Schule hat mittlerweile ein Ganztagsangebot und die Grundschule in Herberhausen einen Antrag gestellt. Die für eine Ganztagsschule benötigten Räume müssen selbstverständlich bereitgestellt werden. 8. Die Kinder, die in das Neubaugebiet auf dem Holtenser Berg ziehen werden, besuchen die Hagenbergschule und nicht die Regenbogenschule. Mit dieser Maßnahme werden die räumliche Auslastung und der Standort gesichert. 9. Die GSG zieht mit einer Schulstufe (Unter- oder Oberstufe) in das moderne und gut ausgestattete Gebäude der Heinrich-Heine-Schule. Dies gilt als vorläufige Maßnahme. Bis zu einer abschließenden Klärung trägt der Schulträger dafür Sorge, dass das pädagogische Konzept weiterhin erhalten bleiben kann und Schülern und Lehrkräften (in Bezug auf Transport, Stundengestaltung etc.) keine Nachteile entstehen. Von den fünf Göttinger Gymnasien haben drei eine Außenstelle. Die Arbeit dort funktioniert reibungslos; negative Auswirkungen auf den Beliebtheitsgrad, Anmeldezahlen etc. werden nicht beobachtet. 10. Durch den Umzug der auslaufenden Käthe-Kollwitz-Schule in Geismar in die Heinrich- Heine-Schule wird ein Schulgebäude frei. Die CDU-Fraktion wird das Ziel weiterverfolgen, das schulische Angebot nach dem Wegfall der Haupt- und Realschulen wieder zu erweitern, um den Schülerinnen und Schülern eine Alternative zu den Gymnasien und Gesamtschulen bieten zu können. Mittlerweile haben alle Fraktionen erkannt, dass hier eine Lücke entstanden ist und das Angebot nicht mehr allen Schülerinnen und Schülern gerecht werden kann. Wenn es für eine Oberschule, die die beiden früheren Schulformen Hauptschule sowie Realschule mit abdecken kann, am Standort Heinrich-Heine-Schule keine politische Mehrheit gibt, dann bietet sich entweder die Käthe-Kollwitz-Schule dafür an oder in Absprache mit dem Bistum eventuell ein erweitertes Angebot an der Boni 2.