Reden

Ratssitzung 16.11.2018  TOP 6, Redebeitrag von Karin Schultz (CDU), sozialpolitische Sprecherin

Liebe Kolleginnen und Kollegen der SPD Fraktion, ich habe sie bislang immer als aufgeweckte Ratsmitglieder wahrgenommen, aber mit diesem Antrag komme ich zu der Einschätzung, dass Sie die letzte Ratssitzung wohl verpennt haben.

In einem Antrag der CDU Fraktion am 12.09.2018 heißt es: „Die Verwaltung wird beauftragt, mit den Städtischen Gesellschaften eine Möglichkeit zu finden, wie auch diese Vergünstigungen für Inhaber der Ehrenamtskarte weitergeben können“.

Anstatt das Ergebnis abzuwarten, kommen Sie nun mit diesem - wie ich finde - populistischen Antrag daher. Wohlwissend, dass ihn niemand ablehnen wird, denn wir alle hier im Raum kennen und schätzen die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren.

Ist das der neue, angekündigte Führungsstil der SPD aus bestehenden,  noch nicht bearbeiteten Anträgen Honig zu saugen, oder sind sie einfach nur verärgert darüber, dass nicht Sie, sondern die CDU sich des Themas Ehrenamt angenommen hat?

Ihr heutiger Antrag ist weder verständlich noch hilfreich, sondern in unseren Augen ein Affront gegenüber den vielen anderen Ehrenamtlichen in unserer Stadt. Dafür sollten sie sich schämen!

Auch ihre Begründung ist in unseren Augen dünn und an den Haaren herbeigezogen. In unseren Gesprächen mit den Freiwilligen Feuerwehren ist eher deutlich geworden, dass die Feuerwehrfrauen und -männer in ihrer Freizeit mit ihren Familien ein preiswertes Schwimmangebot nutzen wollen.

Um es nochmal deutlich zu machen:

Die CDU Fraktion schätzt nicht nur die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren, sondern auch aller anderen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren beim z. B. im THW, bei den Johannitern, im DRK, beim Sorgentelefon, in Sportvereinen, in der Seniorenbetreuung, in Selbsthilfegruppen, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch diese Menschen können präventiv und im übertragenen Sinne Leib und Leben retten.

Wir werden der Überweisung in den Sozialausschuss zustimmen, denn da gibt es noch Diskussionsbedarf, aber sozial und gerecht ist dieser Antrag nicht!

Mein Appell an Sie wäre: Ziehen Sie den Antrag zurück und lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie wir für alle Inhaber der Ehrenamtskarte weitere attraktive Vergünstigungen erreichen können.

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