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20.06.2017, 14:41 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU-Vorschlag zur Flüchtlingsunterbringung
IWF und Siekhöhe erhalten, Albrecht-Thaer-Weg Studentenwohnheim


Göttingen. Kein Mensch weiß, wie sich der Zustrom von Flüchtlingen in den nächsten Monaten entwickeln wird. Trotzdem will und muss die Stadt Göttingen noch vor der Sommerpause eine Entscheidung treffen, wie ein Teil der teuer vorgehaltenen Kapazitäten für die Flüchtlingsunterbringung eingespart werden kann, für die es keinerlei Hilfen vom Land Niedersachsen gibt. Entgegen der Verwaltungsvorlage aus dem Sozialausschuss schlägt nun die CDU-Ratsfraktion vor, sowohl die Einrichtung auf der Siekhöhe wie das ehemalige IWF-Gelände am Nonnenstieg zu halten, dafür aber das neue Gebäude am Albrecht-Thaer-Weg mit 300 Appartements direkt als Studentenwohnheim zu nutzen.


„Bei der „Ankommenseinrichtung“ auf der Siekhöhe und bei dem Flüchtlingsheim am Nonnenstieg handelt es sich um zwei stark differenzierte Angebote, die nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden können“, erklärt Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Die große Halle auf der Siekhöhe verfügt über eine besondere medizinische wie auch personelle Ausstattung, die dieses Objekt speziell für die neu in der Stadt ankommenden Flüchtlinge in besonderem Maße qualifiziert. Mit den offenen, beengten Schlafbereichen und der fehlenden Einbindung in ein urbanes Umfeld spielt sich die gesamte Freizeit für alle Altersstufen allerdings in einem großen und offenen Bereich ab. Die Unterkunft ist daher für eine längerfristige Unterbringung von Flüchtlingen, insbesondere von Familien, nicht geeignet, auch vor dem Hintergrund, dass neben den fehlenden Rückzugsmöglichkeiten (außer einem "Paarzimmer") keine Möglichkeit der Selbstverpflegung besteht. Allerdings wird diese Einrichtung angesichts völlig unsicherer Perspektiven auch künftig kurzfristig erhebliche Kapazitäten bieten, sollten die Flüchtlingszahlen wieder drastisch ansteigen. Die Einrichtung im ehemaligen IWF-Gelände am Nonnenstieg vermittelt einen ganz anderen Charakter: Es handelt sich um ein Wohnheim, in dem manche Familien seit Eröffnung der Einrichtung wohnen und sich dort nach eigenem Bekunden gut untergebracht fühlen. Relativ kleine, aber helle Zimmer für 1-2 Personen, nebeneinander liegende Zimmer für Familien, jeweils sanitäre Einrichtungen und Küche pro Flur, mehrere Gemeinschaftsräume (ein großer Sportraum, ein Theaterraum u.a. für das Boat-People Theaterprojekt, ein tolles Kinderspielzimmer, ein extra Raum für die Hausaufgabenbetreuung, ein Musikraum für Bandproben und ein schönes Außengelände mit Spielgeräten und Fußballtoren für die Kids sowie Grillmöglichkeiten für Bewohner und Ehrenamtliche) schaffen eine vergleichsweise hohe Aufenthaltsqualität für Alt und Jung, Geflüchtete und Ehrenamtliche. In Summe ergibt dieses einen ansprechenden Wohncharakter, bei dem sowohl die Privatsphäre der Geflüchteten gewahrt bleibt, als auch genug Räume für Begegnungen mit Gleichgesinnten und Ehrenamtlichen zur Verfügung stehen. Zudem befinden sich am Nonnenstieg KiTas und verschiedene Schulen in fußläufiger Entfernung zur Unterkunft. Auch kann ohne Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel die Innenstadt erreicht werden. Diese Vorteile erleichtern ganz wesentlich die gesellschaftliche Integration der dort untergebrachten Menschen. Wenn beide Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Qualitäten erhalten bleiben sollen, muss die Frage beantwortet werden, wo an anderer Stelle Unterbringungskapazitäten wegfallen sollen. Dafür bietet sich das Appartementprojekt der Städtischen Wohnungsbau Göttingen GmbH im Albrecht-Thaer-Weg an. Von Anfang an ist hier so geplant worden, dass dieses Gebäude langfristig als Studentenwohnheim genutzt werden kann – nun könnte diese in der Nähe des Klinikums wie auch zahlreicher anderer Uni-Einrichtungen gelegene Kapazität von 300 Plätzen sofort - und vollständig für studentisches Wohnen genutzt werden. Der Verzicht auf die Nutzung für die Unterbringung von geflüchteten Menschen würde damit einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des äußerst angespannten und durch starke Mietpreissteigerungen gekennzeichneten studentischen Wohnungsmarktes in Göttingen leisten.

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