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Presse
27.07.2017, 15:27 Uhr
Keine Wohnbauförderung für Göttingen mehr notwendig?
Güntzler und CDU-Ratsfraktion empört über Wohnungsanalyse der Bauministerin
Göttingen/Hannover. Eine Prognose mit irrealen Zahlen für den Wohnungsbedarf in Göttingen ist von der niedersächsischen Ministerin für Soziales und Wohnungsbau, Cornelia Rundt (SPD), vorgelegt worden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler wie auch die CDU-Ratsfraktion sind empört über diese Darstellung und verweisen auf lokale Strukturdaten, die sowohl für die zurückliegenden Jahre ein eindeutiges Wachstum des Oberzentrums Göttingen nachweisen wie auch für die Zukunft erwarten lassen. Die Landesregierung scheint entgegen allen Beteuerungen Südniedersachsen abgeschrieben zu haben und legt mit diesem Bericht die Grundlage dafür, keine Wohnungsbaufördermittel mehr in den Süden fließen zu lassen.

"Der Wohnungsbericht der Ministerin Rundt (SPD) ist der blanke Hohn für alle Familien, die in Göttingen eine Wohnung suchen oder die in den letzten Jahren gegen ihren Willen in den Landkreis ausweichen mussten", erklären MdB Fritz Güntzler (CDU), der stv. Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Ludwig Theuvsen (CDU) und Hans Otto Arnold (CDU), Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses der Stadt Göttingen, in einer gemeinsamen Erklärung.  "In den letzten fünf Jahren hat die Zahl der Arbeitsplätze in Göttingen erfreulicherweise um rund 5.000 zugelegt. Das hat jetzt zur Folge, dass die Zahl der täglichen Berufseinpendler auf über 38.000 angestiegen ist. Es ist einer der einfachsten Fehler oder - falls Absicht - einer der billigsten Tricks aus der Statistikkiste, strukturschwache Ecken, die es im Landkreis ohne jeden Zweifel gibt, mit dem blühenden Oberzentrum Göttingen so zu verrechnen, so dass bis zum Jahr 2020 nur ein absurd geringer Bedarf von 280 Wohnungen herauskommt."

Bundesweite Untersuchungen haben deutlich belegt, dass die klassischen Universitätsstandorte ein deutlich höheres Wachstumspotential aufweisen als andere Städte. Das hatte sich wegen mangelnder Flächenausweisung und  -planung bisher in Göttingen verzögert - wird aber nun in großen Schritten nachgeholt. Das wird nur mit starkem privatem Engagement möglich sein - wobei die fragwürdigen Zahlen der Ministerin nicht nur stören, sondern auf das Bauinteresse in höchstem Maß kontraproduktiv wirken können.

Was von dieser rot-grünen Landesregierung für Südniedersachsen noch zu erwarten ist, wird in der Ausgabe des Göttinger Tageblatts vom 27. Juli 2017 deutlich: Da tourt Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) durch den Harz und wirbt für seinen Peanuts-Südniedersachsenplan, während gleichzeitig seine Bauministerin Cornelia Rundt  (SPD) Zahlen vorlegt, die deutlich zeigen, dass sich für sie im Süden jede Form von Wachstum (von Flora und Fauna abgesehen) bereits erledigt hat.

Was wird die Folge sein? Nach den Zahlen der Ministerin gibt es in Göttingen keinen akuten Bedarf für Wohnungsbau mehr und damit auch keinen Anlass, von den 800 Millionen Euro Fördermitteln für den Wohnungsbau auch nur einen Cent nach Göttingen zu lenken - die Stadt Hannover wird es ihrem Ex-OB danken!

"Die Menschen, die von dieser rot-grünen Landesregierung weiter zum Pendeln gezwungen werden, sind doppelt gestraft: Wie sie in annehmbarer Zeit nach Göttingen an ihren Arbeitsplatz gelangen, das ist der rot-grünen Ratsmehrheit nicht nur egal, sondern regelrecht zuwider, weil das aus der Fläche heraus meist nur mit dem eigenen Auto funktioniert. Da wird diesen Menschen nicht nur die Südumgehung verweigert, sondern es wird nichts unversucht gelassen, selbst auf den Ausfallstraßen Tempo 30 durchzudrücken. Verantwortung eines Oberzentrums für die umgebende Region und die darin lebenden und arbeitenden Menschen sieht nach unserem Verständnis anders aus!", erklären die CDU-Politiker.